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Aus der Reihe Heiraten in der Wetterau

Wie viele Stunden Hochzeitsfotograf braucht ihr wirklich?

4 Minuten Lesezeit

Wie viele Stunden Hochzeitsfotograf ihr braucht, hängt nicht von einer Mindestdauer ab: Die gibt es bei mir nicht, eine Höchstdauer auch nicht. Vier, acht oder zwölf Stunden sind alle möglich, acht sind üblich. Die richtige Zahl hängt davon ab, was an eurem Tag passiert und was davon ihr später auf Bildern sehen wollt. Hier sind drei typische Tage mit Uhrzeiten, dazu die Rechnung, was ihr für eine Stunde bekommt und was ihr verliert, wenn ihr am falschen Ende kürzt.

Woran ihr die Stunden festmacht

Rechnet nicht vom Preis her, sondern vom Ablauf. Schreibt auf, was an eurem Tag passiert, von morgens bis nachts. Dann markiert, was davon auf Bildern bleiben soll. Von der ersten bis zur letzten Markierung geht meine Zeit. Das ist die ehrlichste Rechnung, und sie liefert eine Zahl, mit der sich planen lässt.

Drei typische Tage mit Uhrzeiten

Vier Stunden: Standesamt und Empfang

Ein Beispiel, wie ein kurzer Tag aussehen kann:

  • 10:30 Uhr – Ankommen am Standesamt, erste Bilder von euch und den Gästen
  • 11:00 Uhr – Trauung
  • 11:45 Uhr – Gratulationen, Sektempfang vor der Tür
  • 12:30 Uhr – Kurzes Brautpaarshooting in der Nähe
  • 13:30 Uhr – Ankunft im Restaurant, Tischdeko, die ersten Bilder vom Essen
  • 14:30 Uhr – Ende

Ergebnis: etwa 240 Bilder.


Unterschrift im StandesamtDie kurze Variante: Standesamt, Empfang, ein Shooting, das Essen. Vier Stunden decken das ab.

Acht Stunden: der klassische Tag

So läuft ein klassischer Hochzeitstag bei mir meistens, die Uhrzeiten sind ein Beispiel:

  • 13:30 Uhr – Ankommen am Trauort, Details, Gäste treffen ein
  • 14:00 Uhr – Trauung
  • 15:00 Uhr – Gratulationen und Sektempfang
  • 15:45 Uhr – Gruppenbilder
  • 16:30 Uhr – Weiter zur Location: Deko, dann die Gäste
  • 17:30 Uhr – Brautpaarbilder, ein kleiner Block
  • 18:30 Uhr – Essen
  • 20:30 Uhr – Brautpaarbilder im Abendlicht
  • 21:00 Uhr – Tortenanschnitt und Hochzeitstanz
  • 21:30 Uhr – Ende, die Party läuft

Ergebnis: etwa 480 Bilder.

Zwölf Stunden: vom Getting Ready bis zur Party

Derselbe Tag, nur mit dem Morgen davor und mehr Party danach:

  • 10:00 Uhr – Getting Ready, Kleid, Anzug, die Ringe, die Nervosität
  • 13:30 Uhr – Ankommen am Trauort, Details, Gäste
  • 14:00 Uhr – Trauung, danach Gratulationen, Sektempfang, Gruppenbilder
  • 16:30 Uhr – Location: Deko, Gäste, ein kleiner Block Brautpaarbilder
  • 18:30 Uhr – Essen
  • 20:30 Uhr – Brautpaarbilder im Abendlicht
  • 21:00 Uhr – Tortenanschnitt und Hochzeitstanz
  • 21:30 Uhr – Party, Fotobox, Wunderkerzen
  • 22:00 Uhr – Ende

Ergebnis: etwa 720 Bilder.


Wunderkerzen am Abend vor dem Kurhaus Bad SalzhausenWunderkerzen vor dem Kurhaus in Bad Salzhausen. Solche Bilder gibt es nur, wenn ich abends noch da bin.

Die Rechnung: Stunden mal 60 Bilder

Im Schnitt entstehen bei mir etwa 60 fertige Bilder pro Stunde. Fertig heißt: ausgewählt, dezent bearbeitet, in der Galerie. Ihr bekommt alle davon, nachkaufen gibt es nicht. Damit lässt sich rechnen:

  • 4 Stunden – etwa 240 Bilder
  • 6 Stunden – etwa 360 Bilder, und das Kennenlernshooting ist ab hier kostenlos dabei
  • 8 Stunden – etwa 480 Bilder
  • 12 Stunden – etwa 720 Bilder

Die Zahl schwankt je nach Tag. Eine ruhige Trauung liefert weniger Bilder pro Stunde als eine Party. Aber als Größenordnung könnt ihr damit rechnen.

Was ihr verliert, wenn ihr am Anfang spart

Das Getting Ready ist der Teil, über den ihr beim Kürzen zuerst nachdenkt. Es ist die einzige Zeit des Tages, in der ihr noch nicht im Mittelpunkt steht. Die Mutter, die den Reißverschluss schließt. Der Trauzeuge, der die Fliege zum dritten Mal bindet. Der Blick in den Spiegel, bevor es losgeht. Danach seht ihr euch, und ab da ist alles Hochzeit.

Wer das Getting Ready mitnimmt, hat außerdem die Details im Kasten, bevor sie benutzt werden: Ringe, Schuhe, Einladung, Brautstrauß. Später am Tag wird es dafür eng.


Braut mit BrautstraußDer Brautstrauß, noch ganz frisch.

Was ihr verliert, wenn ihr am Ende spart

Am Abend fällt die Anspannung ab. Die Reden, die Torte, der Hochzeitstanz, die Tante, die auf der Tanzfläche über sich hinauswächst. Das sind die Bilder, bei denen ihr später am lautesten lacht. Wer mich um 19 Uhr nach Hause schickt, hat die Trauung und das Shooting, aber nicht die Feier.

Ein möglicher Mittelweg: Ich bleibe bis nach dem Hochzeitstanz. Dann ist die Party eröffnet, die wichtigsten Abendmomente sind da, und die Nacht gehört euch.


Brauttanz auf gemusterten FliesenDer Hochzeitstanz. Ein möglicher Punkt, bis zu dem ich bleibe.

Wenn es doch länger wird

Hochzeiten halten sich selten an den Plan. Verspätungen Richtung Ende sind normal, und ich sehe das nicht streng: Wenn die Reden länger dauern, verschwinde ich nicht auf die Minute. Anders ist es, wenn ihr mich bewusst bittet, länger zu bleiben; das besprechen wir dann.

So findet ihr eure Zahl

Schreibt euren Ablauf auf, markiert, was bleiben soll, und zählt. Wenn ihr unsicher seid, bringt den Plan mit ins Kennenlerngespräch. Ich sage euch ehrlich, wo ihr kürzen könnt und wo nicht. Einen Musterplan mit Uhrzeiten und Puffern findet ihr im Beitrag Der Zeitplan eures Hochzeitstags. Wie sich die Stunden im Preis niederschlagen, steht im Beitrag Was kostet ein Hochzeitsfotograf? Den Ablauf von der Anfrage bis zur Hochzeit findet ihr auf der Hochzeitsseite.

Häufige Fragen dazu

Gibt es eine Mindestdauer?
Nein, auch keine Höchstdauer. Ich komme auch zu einer kleinen Trauung nur im Standesamt und richte mich nach eurem Tag.
Wie viele Bilder bekommen wir?
Alle fertigen Bilder, im Schnitt etwa 60 pro Stunde. Bei acht Stunden sind das rund 480.
Ab wann ist das Kennenlernshooting kostenlos dabei?
Ab sechs Stunden Buchung. Bei kürzeren Buchungen kostet es 150 Euro.